Städtebauliche Setzung

Die Idee für die Überbauung des Areals Unterdorf entspringt dem angrenzenden Quartier im Süden und den anstossenden Freiflächen nördlich der Parzelle, sowie dem natürlichen Gefälle des Hanges gegen Osten. Die neue Siedlung entwickelt sich linear, entlang dem gewachsenen Terrain, den Hang hinauf und folgt streng den bestehenden Höhenlinien. Die Verknüpfung und Staffelung der einzelnen Haussegmente ermöglicht, trotz grossen Bauvolumen, eine dem Ort angepasste Massstäblichkeit. Entlang der aufgereihten Häuser wird die Haupterschliessung für den Langsamverkehr serpentineförmig den Hang hochgezogen und bewerkstelligt so die gesamte Erschliessung des Grundstückes, sowie die Anbindung an das Dorf.

 

Zur Nord-Ostseite öffnet sich die Bebauung zu den angrenzenden Landwirtschaftsflächen. Die für das Appenzell typischen Weiden und Wiesen bleiben so zu einem grossen Teil unangetastet und rücken weit in die Parzelle hinein und bis an die neuen Häuser heran. Von dieser Geste profitiert die gesamte Siedlung. Die Ost-West ausgerichteten Häuser respektive Wohnungen erhalten dadurch trotz erhöhter Dichte immer einen Bezug zu den anrainenden Freiflächen und garantieren eine hohe Wohnqualität.

Das vorgeschlagene Projekt basiert auf der vollen Ausnutzung inklusive Energiebonus für energieoptimierte Bauten. Die Bauvolumen ermöglichen jeden gewünschten Wohnungsmix von unterschiedlichen Geschoss- und Maisonettewohnungen, wie auch Einfamilienhäuser in der W45.

Als Auftakt zur neuen Siedlung schlagen wir im Erdgeschoss des untersten Gebäudes einen Quartierladen oder eine andere öffentliche Nutzung vor. Die folgenden Häuser zeigen mögliche Genossenschafts- oder Eigentumswohnungen und finden ihren Abschluss in Form von Einfamilienhäusern in der obersten Zeile.

Landschaft

Die Erschliessung

Das neue Quartier wird zum einen durch die grosse naturbelassene Wiese und zum andern durch die bebauungsbegleitende Quartierinfrastruktur geprägt. Die grosse Wiese soll weiterhin als Weidefläche erhalten bleiben und wird lediglich durch ein feingliedriges „Trampelpfad“-Netz durchkreuzt. Dadurch kann nicht nur der Schlittelhang freigehalten werden, sondern eine beinahe doppelt so grosse Fläche. Auf der Erschliessungsseite wird die ganze Infrastruktur wie Spielbereiche, Sitzgelegenheiten, Gärten etc., eingebettet in geplanter Pflanzenwelt, angeboten. Die Haupterschliessung mündet in einen grosszügigen Quartierplatz, der für gemeinschaftliche Aktivitäten zur Verfügung steht.

Die Erschliessung aller Häuser für den Individualverkehr wird über die Tiefgarage gewährleistet. Durch die Verkehrsführung im Untergeschoss kann das Erdgeschoss freigespielt werden und bekommt zusätzliche Wohn- und Lebensqualität. Die oberirdische Wegführung beginnt an der Buchenstrasse, wo die Besucherparkplätze angeordnet sind, die Tiefgarage erschlossen wird und führt anschliessend bebauungsbegleitend durch das Quartier. Sowohl die Haupterschliessung wie auch der Quartiersplatz sind asphaltiert und ermöglichen die Zufahrt für Feuerwehr und Transporte. Diese Haupterschliessung wird durch das „Trampelpfad“- Netz ergänzt und verbindet das neue Wegnetz mit der bestehenden Struktur.

aussenraum-neu